Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Weniger ist mehr und spart viele Ressourcen!
Hast du schon einmal gezählt, wie viele Gegenstände du besitzt? Und wie viele davon du wirklich regelmässig brauchst? Beim Teilen von Werkzeugen und Gegenständen werden Ressourcen geschont und es können dabei neue Kontaktnetze entstehen. Besuche doch einmal die Bibliothek der Dinge in Nesslau oder einen Secondhandladen. Und wenn schon einkaufen, dann möglichst in der Region. Das sichert Arbeitsplätze und schafft Wertschöpfung.
Ausleihen statt kaufen!
Ob im Haushalt oder in der Werkzeugkiste: Viele besitzen Gegenstände, die sie nur wenige Male im Jahr zur Hand nehmen. Frage doch vor der Anschaffung, ob jemand in der Nachbarschaft den Gegenstand besitzt und du ihn nutzen kannst. Oder teile du deine Sachen mit jemandem anderen.
Us de Region, dänk!
Die Auswahl an Früchten und Gemüse ist gross. Lebensmittel aus der Region, die nur während der Saison zu haben sind, sind die bessere Wahl. Die Transportwege sind kurz, sie werden oft ökologisch produziert, und schmecken meistens besser. Und: Sie sorgen für Abwechslung auf deinem Teller
Alles muss raus!
Immer mehr Läden auch in unserer Region bieten kurz vor Ladenschluss frische Lebensmittel zu einem Rabattpreis an. So werden Gemüse, Fleisch- und Backwaren zum Verzehr angeboten, die wohl im Abfall landen würden. Wo es was gibt, findest du unter toogoodtogo.com.
Direkt vom Hof!
Viele Produzenten von Früchten, Gemüse, Fleisch und Käse bieten ihre Lebensmittel in einem Hofladen direkt zum Kauf an – als Rohprodukt oder bereits zu etwas Feinem verarbeitet. Halte in der Nachbarschaft oder im Dorf Ausschau nach Hoflädeli und Direktvermarktern.
Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Iss saisonal, regional, bunt und gesund!
Das Schlemmertal Toggenburg bietet eine Fülle an saisonal und lokal verfügbaren Produkten, in der direkten Nachbarschaft produziert. Mittels einmachen, fermentieren, trocknen oder dörren können diese Produkte länger haltbar gemacht und die Geschmackserlebnisse intensiviert werden. Entdecke Rezepte für Resten, Läden um unverpackt einzukaufen, Gemüseabos und vieles mehr.
Us de Region, dänk!
Die Auswahl an Früchten und Gemüse ist gross. Lebensmittel aus der Region, die nur während der Saison zu haben sind, sind die bessere Wahl. Die Transportwege sind kurz, sie werden oft ökologisch produziert, und schmecken meistens besser. Und: Sie sorgen für Abwechslung auf deinem Teller.
Reste, das gewisse Etwas!
Es lohnt sich, ein bisschen mehr zu kochen. Eintöpfe und Suppen schmecken aufgewärmt fast noch besser als frisch gekocht. Und Beilagen wie Reis, Kartoffeln, Nudeln oder Gemüse können mit wenigen zusätzlichen Zutaten zu einem neuen Gericht aufgepeppt werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Gequetscht schmeckt’s!
Smoothies sind gesund und sorgen mit ihren bunten Farben für gute Laune. Sie lassen sich einfach selber machen, frei nach Lust und Gusto. Um im Mixer zu laden, können die Früchte und das Gemüse auch schon schrumpelig sein. Eine gute Idee also, um Foodwaste zu verringern.
Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Verpackung muss nicht langweilig sein!
Wer einkaufen geht, hat danach viele Verpackungen – meistens aus Plastik – zum Entsorgen. Der Gegentrend dazu ist unverpackt einkaufen. Wer dies machen möchte, nimmt selber ein wiederverwendbares Gefäss mit, um Reis, Nudeln oder Fleisch, aber auch Öl und Waschmittel einpacken zu lassen. Weil die Gefässe vor dem Einkauf abgewogen werden, braucht es kein standardisiertes Gefäss dafür.
Du kannst nachhaltiger konsumieren, wenn du deinen Znüni oder Mittagslunch für die Schule oder die Arbeit von zu Hause mitnimmst. Im Handel gibt es praktische Lunchboxen, in denen du verschiedene Komponenten mitnehmen kannst, ohne dass sie sich auf dem Weg vermischen. Am Abend nimmst du die Box nach Hause, wäschst sie aus und kann sie am nächsten (Arbeits-)Tag wieder benutzen.
Bienenwachs statt Alu!
Bienenwachstücher eignen sich bestens zum Abdecken von offenen Behältern und zum Einpacken von festen Lebensmitteln wie Käse oder trockene Fleischwaren. Sie lassen sich wiederver-wenden und sind eine gute Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie.
Schmaus aus der Box!
Essen vom Take-away oder aus dem Laden verursachen oft viel Abfall. Bereite deinen Zmittag zu Hause vor, packe ihn in eine Lunchbox oder ein Brotsäckli und nimm ihn mit ins Büro oder in die Schule. Die Verpackung kannst du einfach waschen und am nächsten Tag wiederverwenden. So sparst du viel Plastik.
Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Nachhaltigkeit schont die Umwelt und braucht weniger Ressourcen!
Viele Handgriffe, die wir zu Hause machen, geschehen automatisch. Das Nudelwasser wird nach dem Kochen selbstverständlich abgegossen, wir greifen zum Waschmittel und haben Reinigungsmittel für alles Mögliche im Putzschrank. Dabei kann man viele «Abfallprodukte» nutzen und Reinigungsmittel selber machen. Ein nachhaltigerer Lebensstil wirkt sich positiv auf die Umwelt aus. Er braucht weniger Ressourcen und schont so das Portmonnaie.
Grosis Wissen statt Chemie!
Wir haben heute das richtige Mittelchen, um jeden Flecken zu beseitigen. Unsere Grossmütter kannten noch viele Hausmittel wie Backpulver und Essig, um dem Schmutz und Ungeziefer den Garaus zu machen. Die können wir heute auch noch nutzen, statt sie zum Beispiel im Abguss zu «entsorgen».
Neues Leben als Putztuch!
Was tun mit Kleidern, die abgeschossen oder löchrig sind? Sie erhalten ein zweites Leben als Putzlappen. Zum Blätz geschnitten oder zu Streifen, die ineinander verwebt werden eignen sie sich bestens, um Flächen zu polieren oder Dreck wegzuwischen. Je nach Textilart sind die Putzlappen unterschiedlich saugfähig.
Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Von Kopf bis Fuss natürlich gepflegt!
In der Natur finden wir zahlreiche Stoffe, die uns Menschen guttun. Sie helfen gegen kleine Wehwehchen und zur täglichen Körperpflege. Um der Natur etwas zurückzugeben, können wir auf den einen oder anderen Wegwerfgegenstand in der Körperpflege verzichten. Einige davon lassen sich einfach selbst machen, damit ist auch Spass garantiert.
Naturseife für sie und ihn!
Konservierungsstoffe und synthetische Duftstoffe in Seifen und Duschgels sorgen bei einigen Menschen für Allergien. Sanfter und nicht weniger pflegend sind Naturseifen. Sie enthalten überschüssiges Öl, das auf der Haut einen feinen Film bildet und Feuchtigkeit in der Haut bewahrt. Nicht nur in den Händen, sondern am ganzen Körper.
Nicht zum Wegwerfen!
Eltern von Babys und Kleinkinder kennen es: Ein grosser Berg von Windeln, der in den Abfall geworfen werden muss. Und der ein Loch ins Portemonnaie reisst. Eine ökologische Alternative dazu sind Stoffwindeln. Es gibt sie in verschiedenen Varianten, passend für jedes Baby und jede Situation.
Kräuter statt Chemie!
Es braucht nicht gleich ein chemisches Pülverchen oder eine Tablette, wenn wir uns nicht wohlfühlen oder Schmerzen haben. Kräuter haben eine wohltuende Wirkung und sind einfach zu beziehen. Ein Versuch ist es wert. Aber sei dir bewusst, bei starken oder längeren Beschwerden ist der Arztbesuch die beste Medizin.
Watte mal abschminken!
Viele Frauen nutzen zum Abschminken Wattepads. Einmal verwendet, landen sie im Abfall. Das muss nicht sein. Die Schminke kannst du auch mit wiederverwendbaren Stoffpads abwischen. Genutzt, gewaschen, wieder zur Hand. Übrigens, diese Pads kannst du aus alten Frotteetüchern und Bettlaken einfach selbst nähen.
Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Chic und modisch ist auch nachhaltig!
Sommerkleider, Winterschuhe, Übergangsjacken – bei uns im Toggenburg gibt es für jedes Wetter die richtige Kleidung. Nachhaltigkeit ist dabei möglich, ohne auf das modische Etwas zu verzichten. Tauschen statt neu kaufen ist nur ein Aspekt. Auf Labels achten, die eine nachhaltige Produktion garantieren, ein anderer. Und mit der richtigen Pflege halten Kleider bis in den zweiten und dritten Frühling.
Labels als Auszeichnung!
Fast Fashion sorgt vielleicht für Abwechslung im Kleiderschrank. Nachhaltiger sind jedoch Kleiderstücke mit einem Label für fair produzierte oder gehandelte Rohstoffe. Andere sind für eine soziale und umweltverträgliche Herstellung ausgezeichnet. Solche Labels sind ein Zeichen der Qualität und nicht zwingend des Preises.
Chicer Flick an der Hose!
Eine gerissene Naht oder ein Loch ist noch kein Grund, um das Kleidungsstück auszumustern. Es braucht nicht viel handwerkliches Geschick fürs Flicken. Oder für das Kleidungsstück mit einem Aufnäher aufzupeppen. Wer sich das nicht zutraut, findet in der Region rasch Hilfe.
Neue Kleider nach der Party!
Wer den Kleiderschrank ausmistet, kann die guten Kleider in den Kleidersack stecken oder in einen Secondhandladen bringen. Eine gute Alternative ist eine Kleidertauschparty mit Freundinnen. Da kann nach Lust und Laune probiert und kombiniert werden. Gratis gibt’s den Kommentar gleich dazu.
Klamotten an die Luft!
Kleidungsstücke bleiben länger ansehnlich, wenn sie richtig gepflegt sind. Viele Hosen und Pullis müssen nicht nach jedem Tragen gewaschen werden. Es reicht, sie gut auszulüften. Geht das Kleidungsstück in die Waschmaschine, braucht es keine Vorwäsche und die Temperatur kann tiefer sein als auf dem Etikett angegeben..
Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Weniger ist mehr und spart viele Ressourcen!
Die Schweiz gehört bei der Menge der Siedlungsabfälle pro Person weltweit zu den Spitzenreitern. Produkte müssen so gestaltet werden, dass sie bei der Herstellung und im Gebrauch weniger Material und Energie beanspruchen, lange nutzbar bleiben und sich gut reparieren, weiterverwenden oder rezyklieren lassen. Entdecke die Repaircafés im Toggenburg, Ideen für einen Zero-Waste-Lebensstil, Möglichkeiten für Upcycling, die richtige Entsorgungsstelle und vieles mehr.
Ab in den Plastiksack!
Jeden Tag produzieren wir fast zwei Kilogramm Abfall, das macht über 700 Kilogramm pro Jahr. Ein grosser Teil davon ist Kunststoff, der von den Abfallentsorgern separat gesammelt und sortiert wird. Mindestens die Hälfte davon wird in den Recyclingkreislauf zurückgeführt, was die CO₂-Emission vermindert.
Liebhaber gesucht!
Kleider, Möbel, Bücher, Geschirr und noch viel mehr, das du nicht mehr nutzst, aber das noch in einem guten Zustand ist, findet im Brockenhaus, im Secondhand-Laden oder auf dem Flohmarkt einen guten Platz. Und bestimmt auch eine Liebhaberin oder einen neuen Besitzer. Für wenig Geld.
Meiden statt verbrennen!
Unsere Kehrichtverbrennungsanlagen trennen und recyclen, was möglich ist. Die Abwärme aus dem Verbrennungsprozess wird längst genutzt. Dennoch ist der wertvollste Abfall der, den wir nicht produzieren. Zum Beispiel, in dem wir Taschen zum Einkaufen mitnehmen und Trinkflaschen aus Metall oder Glas nutzen.
Aus alt mach’ neu!
Bei jedem von uns stehen viele Gegenstände herum, die wir nicht mehr nutzen. Anstatt diese wegzuwerfen, können wir sie umgestalten, um ihnen ein neues Leben einzuhauchen. Ideen dafür gibt es im Internet genügend. Spass macht es zudem auch noch, selber ein «Kunstwerk» zu gestalten.
Ab in die Flicki!
Viele Gegenstände lassen sich reparieren, wenn man nur wüsste wie. In Repair Cafés stehen Fachpersonen ehrenamtlich bereit, die genau dieses Wissen haben, anwenden und gerne teilen. Sie flicken deinen «Patienten» und du überbrückst die Wartezeit mit Kaffee und Kuchen. Danach läuft wieder alles wie geschmiert.
Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Nachhaltig leben und das Leben geniessen!
Nachhaltigkeit und Freude am Leben schliessen sich nicht aus. Wir sind heute so weit, dass ein nachhaltiger Lebensstil ein gewisses Mass an Komfort zulässt. Gerade im Freizeitbereich – beim Reisen ebenso wie beim Sporttreiben oder beim Organisieren von Partys – achten zahlreiche Anbietende auf klimafreundliche Angebote.
Genuss in der Natur!
Ein Picknick ist etwas Feines. Und es schwingt ein Hauch von Abenteuer mit. Bereite zu Hause Salate, Sandwiches, Kuchen und noch weitere Köstlichkeiten vor und packe sie in Dosen, Büchsen und Gläser und nutze buntes Geschirr. Das alles nimmst du wieder mit und nutzst es fürs nächste Mal.
Plastik ist nicht eingeladen!
Was wäre eine Party ohne Dekoration? Meistens hält die genau einen Abend lang und landet danach im Abfall. Es gibt gute andere Möglichkeiten, eine Party ohne Plastik zu organisieren. Du kannst sogar einen Schritt weiter gehen und «Zero waste» zum Partymotto küren. Wetten, dass der Spass dadurch nicht verloren geht?
Eigenes Wissen erweitern!
In verschiedenen Kursen kannst du dein Wissen und deine Fähigkeiten erweitern. Gerade wenn du ein Gebiet auswählst, das du noch nicht kennst. Das Gelernte kannst du immer wieder umsetzen. Meistens triffst du in einem Kurs gleichgesinnte Personen und du kannst deinen Freundeskreis erweitern..
Zum Wohle des Wurms!
Im Garten selber Gemüse anzubauen, hat einige Vorteile. Du weisst, sparst Kosten und weisst, was du isst. Vor allem, wenn du auf Gifte und Pestizide verzichtest. Baue einheimische Sorten an und lasse einige Ecken verwildern. So tust du nicht nur die Gutes, sondern hilftst der Biodiversität und kleinen Lebewesen.
Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Energie – wir alle brauchen das zum Leben!
Energie ist lebensnotwendig. Pflanzen, Tiere und Menschen benötigen Energie für ihre Entwicklung sowie ihren Alltag. Technische Geräte wie Computer, Smartphone, Kühlgeräte, Fernseher und vieles mehr nutzen Energie für ihren Betrieb. Ohne Energie würde kein Zug fahren und kein Flugzeug fliegen. Energie ist zumeist nicht sichtbar und kann nicht gefühlt oder angefasst werden. Die Wirkungen sind aber erkennbar. Wir zeigen dir Möglichkeiten zur sinnvollen Energienutzung.
Fussabdruck verkleinern!
Unsere Lebensqualität basiert auf natürlichen Ressourcen. Diese werden heute stark überlastet. Wir alle können einen Beitrag dazu leisten, dass nur die Ressourcen verbraucht werden, die wir wirklich benötigen. Der ökologische Fussabdruck zeigt dir, wie du unterwegs bist und wo du allenfalls noch etwas einsparen kannst.
Wir schaffen 2000 Watt!
Wie gelingt es uns, mit 2000 Watt Primärenergie Dauerleistung und 1 Tonne CO₂-Emissionen pro Person zu leben? Mit effizienteren Geräten, technischen Innovationen und einem Umdenken in der Gesellschaft sollte dieses Ziel zu schaffen sein. Unsere Challenge läuft bis 2059. Machst du mit?
Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag
Vielfältige und flexible Mobiltätsangebote!
Um die klima- und verkehrspolitischen Herausforderungen anzugehen, müssen die Mobilitätsbedürfnisse deutlich nachhaltiger und ressourcenschonender erfüllt werden. Vielfältige, flexible Mobilitätsangebote – von Sharing-Autos über Mietvelos bis zu Fahrdiensten auf Verlangen – sowie ergänzende Services und Massnahmen schaffen ein attraktives, ganzheitliches System. Damit werden die Erschliessung und Effizienz deutlich verbessert.
Mein Auto – unser Auto!
Ein Auto bedeutet Freiheit und Unabhängigkeit. Aber es steht auch häufig rum. Wer ein Auto nur unregelmässig nutzt, fährt unter Umständen besser mit Carsharing. Du holst das Auto nur dann, wenn du es brauchst. Und du kannst einen Ausflug kombinieren: Mit dem öV anreisen und dann mit dem Auto flexibel weiterfahren.
Pedalen statt Gaspedal!
Velofahren ist gut für den Klimaschutz, denn es produziert kein CO₂. Probiere es aus, für den Arbeitsweg, für die Fahrt ins Training oder für kurze Besorgungen aufs Velo oder das E-Bike zu steigen und das Auto stehen zu lassen. Das gibt ein gutes Gefühl: Du senkst den CO₂-Ausstoss und bleibst dabei noch fit.