Bild von der Neophyten-Tauschaktion im Jahr 2025

Invasive Neophyten, also exotische Pflanzen, welche die einheimische Artenvielfalt verdrängen, sollten aus den Gärten entfernt werden. Bei der Neophyten-Tauschaktion am Samstag, 9. Mai, von 9 bis 12 Uhr können ausgegrabene Neophyten kostenlos gegen einen einheimischen Strauch getauscht werden. Die Tauschaktion findet zeitgleich in Kirchberg, Lichtensteig und Nesslau statt.

Der Essigbaum fällt im Herbst durch seine bunte Blätterpracht auf, der Kirschlorbeer ziert so manchen Garten. Beide Pflanzen sind so genannte invasive Neophyten, also exotische Problempflanzen. Problematisch deshalb, weil sie sich durch einen üppigen Wuchs schnell verbreiten und so einheimische Arten verdrängen. Einige der Neophyten stellen eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen dar, andere schmälern der Ertrag der Forst- und Landwirtschaft. Aus diesen Gründen sollten Neophyten samt dem gesamten Wurzelwerk ausgegraben und beseitigt werden.

Mit dem ganzen Wurzelwerk ausgraben

Im Rahmen der Green Days des Kantons St. Gallen organisieren energietal toggenburg und der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB), zusammen mit weiteren Organisationen und mit mehreren Naturschutzvereinen eine Neophyten-Tauschaktion. Am Samstag, 9. Mai, von 9 bis 12 Uhr können ausgegrabene Neophyten samt Wurzelwerk an die drei Sammelstellen in Kirchberg, Lichtensteig und Nesslau gebracht werden. Dort können die Neophyten kostenlos gegen einen einheimischen Strauch getauscht werden. Pro Haushalt kann ein Strauch mitgenommen und im eigenen Garten gepflanzt werden. Das Ausgraben invasiver Neophyten erfordert Gründlichkeit, da viele Arten (wie Staudenknöterich oder Goldrute) aus kleinen Wurzelresten neu austreiben. Einige Arten wie die Ambrosia und Riesenbärenklau können zu Hautreaktionen und Allergien führen. Tragen Sie zur Sicherheit Handschuhe, lange Kleidung, evtl. Schutzmaske in der Blütezeit und entsorgen Sie die Pflanzenteile direkt in einem Plastiksack.

Auch zu einem späteren Zeitpunkt können Neophyten jederzeit in einem Neophytensack des ZAB zusammen mit dem Hauskehricht entsorgt werden. Der Neophytensack kann kostenlos bei der Wohngemeinde bezogen werden.

Standorte für den Tausch am Samstag, 9. Mai, 9 bis 12 Uhr:

Kirchberg, Werkhof der Gemeinde, Husenstrasse 52

Lichtensteig, Areal Jost-Bürgi-Schulhaus, Bürgistrasse 14

Nesslau, Werkhof der FOAG, Laaderstrasse

 

Zimmermann-Lernende zeigen am Spatenstich des Werkraums Holz&Energie ihr Handwerk

Mit dem Spatenstich haben Ende März die Bauarbeiten für den Werkraum Holz & Energie an der Austrasse in Wattwil gestartet. Im Zentrum des Projekts steht das überbetriebliche Kurszentrum für Zimmerleute sowie Holzbearbeiterinnen und -bearbeitern des Kantonalverbands St.Gallen von Holzbau Schweiz. Zudem erhalten mit dem Werkraum das neue Forum für Innovation und Nachhaltigkeit, das energietal toggenburg, die Mediathek und das Lernzentrum der PHS St.Gallen, die Oberstufenwerkstätte der Schulgemeinde Wattwil-Krinau sowie weitere Organisationen aus der Energie- und Holzwirtschaft einen zentralen Standort. Dies schreiben die Bauherrschaft und die Gemeinde Wattwil in einer Medienmitteilung.

Das Forum für Innovation und Nachhaltigkeit, das innerhalb des neuen Gebäudes entsteht, soll ein Ort der Inspiration, des Austauschs und der Begegnung rund um die Themen Energie, Holzbau, Holzwirtschaft und Lebensräume werden.

Das Projekt umfasst einen Kopf- und einen Langbau. Es entsteht im Baurecht auf einem Grundstück der Politischen Gemeinde Wattwil in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Es wird laut Mitteilung mit Realisierungskosten von rund 15 Millionen Franken gerechnet, die Genossenschaft hat davon 7,4 Millionen zu tragen. Dafür bringt sie Eigenmittel in der Höhe von 2,9 Millionen ein und zusätzlich werden Fremdmittel von 4,5 Millionen Franken aufgenommen. Das Kurszentrum kann voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2027 bezogen werden. Das Hauptgebäude soll 2028 bezugsbereit sein.

Das Zuekunftspäckli von energietal toggenburg

In diesen Tagen erhalten die Mitglieder des Fördervereins energietal toggenburg den Jahresbericht 2025. In diesem berichtet die Geschäftsstelle über die Aktivitäten, die sie im vergangenen Jahr in den Bereichen Beratung, Bildung, Projekte und Kommunikation gemacht hat. Ebenfalls ist ein Rückblick auf zahlreiche Veranstaltungen enthalten, an welchen energietal toggenburg zusammen mit der Bevölkerung für die Vision eines energieautarken Toggenburgs gearbeitet hat.

Abgerundet wird der Jahresbericht mit Zahlen und Fakten aus dem Förderverein. Dieses bilden die Grundlage für die Entscheide, die an der Hauptversammlung am Montag, 27. April 2026, in Wattwil getroffen werden. Hier können Sie den Jahresbericht online anschauen und herunterladen.