Münzen in einer DoseUm die lokalen Potenziale besser auszunutzen und das kantonale Förderprogramm zu ergänzen haben einige Toggenburger Gemeinden kommunale Energieförderprogramme. Eine aktuelle Übersicht aller kommunaler Förderprogramme finden Sie hier.

Energieförderprogramm Oberhelfenschwil

Seit 1. Januar 2020 unterstützt die Gemeinde Oberhelfenschwil den Bau von Photovoltaik-Anlagen, den Einbau von Solarstrombatterien, Fensterersatz und den Ersatz von Elektroheizungen und fossilen Heizungen durch Holzfeuerungen, Fernwärmeanschlüsse und Wärmepumpen. Weitere Informationen der Gemeindeverwaltung finden Sie hier.

Energieförderprogramm Neckertal

Seit 1. April 2019 werden im Neckertal der Bau von Photovoltaik-Anlagen, der Einbau von Solarstrombatterien, Fensterersatz und der Ersatz von Elektroheizungen und fossilen Heizungen durch Holzfeuerungen und Fernwärmeanschlüsse unterstützt. Weitere Informationen der Gemeindeverwaltung finden Sie hier.

Förderprogramm Energiestadt Region Obertoggenburg

Die Energiestadt Region Obertoggenburg unstersützt bereits seit 1. April 2018 den Bau von Photovoltaik-Anlagen, den Einbau von Solarstrombatterien, Sonnenkollektoren, Fensterersatz und den Ersatz von Elektroheizungen und fossilen Heizungen durch Holzfeuerungen, Fernwärmeanschlüsse und Wärmepumpen.

Energieförderprogramm Bütschwil-Ganterschwil

Die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil erarbeitet zurzeit ein kommunales Energieförderprogram, welches voraussichtlich ab Mai 2020 starten soll. Der Gemeinderat möchte einem möglichst grossen Teil der Bevölkerung finanzielle Unterstützung bei Investitionen in erneuerbare Energien bieten und dazu motivieren, den CO2-Ausstoss mit geeigneten Massnahmen zu reduzieren. Aktuell werden Richtlinien erarbeitet, welche den Vollzug des Energieförderprogramms regeln. Weitere Informationen finden Sie hier.

Noch immer sind zwei von drei Bauten in der Schweiz mit Öl oder Erdgas beheizt und tragen zum hohen CO2-Ausstoss des Gebäudeparks bei. Um die Energie- und Klimaziele zu erreichen, muss ein Umstieg bei den Heizungen erfolgen. Dazu will das Programm «erneuerbar heizen» einen Beitrag leisten.

Ist eine Heizung um die 15 Jahre alt, wird es Zeit, sich mit dem Ersatz zu beschäftigen – eine Entscheidung, die den CO2-Ausstoss des Gebäudes die nächsten 20 Jahre beeinflusst. Hier setzt das Programm «erneuerbar heizen» von EnergieSchweiz mit Informationskampagne und Impulsberatung an. Es hat zum Ziel, Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Heizungswechsel zu unterstützen und sie rechtzeitig über geeignete Alternativen zu fossilen Energieträgern zu informieren.

Individuelle Lösungen

Für die im Toggenburg kostenlose Impulsberatung sind ausgebildete Fachleute zuständig. Sie führen vor Ort eine grobe Zustandsanalyse der Heizungsanlage und der Gebäudehülle durch und zeigen Optionen für ein neues Heizsystem auf. Ihre konkrete Empfehlung ist ein zum Gebäude passendes System, welches bauliche Gegebenheiten und Bedürfnisse der Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer berücksichtigt.

Als zeitgemässe, wirtschaftliche Lösungen stehen Wärmepumpen, Sonnenkollektoren, Holzfeuerungen und Anschlüsse an Wärmenetze im Vordergrund. Denn werden beim Heizungsersatz nebst den Investitionskosten auch die Betriebskosten berücksichtigt, so sind erneuerbare Systeme, über die ganze Lebensdauer gerechnet, kostengünstiger als Feuerungen mit fossilen Brennstoffen.

Förderung

Zudem unterstützen verschiedene Toggenburger Gemeinden den Ersatz von Öl-, Gas- und Elektroheizungen durch Systeme mit erneuerbaren Energien mit einem Förderbeitrag: die Energiestadt Region Obertoggenburg mit den Gemeinden Ebnat-Kappel, Nesslau und Wildhaus-Alt St. Johann sowie Neckertal und Oberhelfenschwil.

Ebenso bietet der Kanton St. Gallen Fördergelder bei der Heizungserneuerung. Am 16. März 2020 hat er die Kampagne für den beschleunigten Ersatz fossiler Heizungen startet. Mit zusätzlichen Fördergeldern will die Regierung die Nutzung erneuerbarer Heizsysteme wie zum Beispiel Wärmepumpen vorantreiben. Dazu hat der Kantonsrat im vergangenen Jahr einen Kredit von 10 Millionen Franken bis 2023 beschlossen. Mit den zusätzlichen Beiträgen des Bundes von voraussichtlich 20 Millionen Franken ist für die Kampagne (2020 bis 2023) von 30 Millionen Franken auszugehen.

Weitere Informationen

Informationen zur Förderung: energieagentur-sg.ch

Anmeldung und weitere Informationen: Impulsberatung «erneuerbar heizen»

Laptop mit arbeitender Person

Wir nehmen die Notlage sehr ernst und haben zum Schutze unseres Teams und dessen Familien die meisten Arbeitsplätze in die eigenen vier Wände verlegt. Obwohl unsere Veranstaltungen nicht stattfinden und wir den direkten Kontakt meiden, sind wir sehr gerne für Sie da. Via E-Mail (info@energietal-toggenburg.ch) oder Telefon (071 987 00 77) können Sie uns zuhause kontaktieren. Wir freuen uns auf jeden digitalen oder telefonischen Kontakt.

Gueti Gsundheit und hoffentlich bis bald.

Dein energietal Team

Zwei Frauen fahren Fahrrad

Ob für Besorgungen in der Gemeinde oder den Arbeitsweg in der Region – im hügeligen Obertoggenburg ist für kurze Strecken das E-Bike ein ideales Verkehrsmittel. Bei relativ kleinem Kraftaufwand ermöglicht es saubere sowie stress- und staufreie Fahrten. Die Energiestadt Region Obertoggenburg fördert vom 1. März bis 30. April 2020 den Kauf der umweltfreundlichen Bikes.

Eine Umfrage der Gemeinden Ebnat-Kappel, Nesslau und Wildhaus-Alt St. Johann hat ergeben: Mehr als 70 % aller Verwaltungsmitarbeitenden haben einen Arbeitsweg zu bewältigen, der kürzer als 10 Kilometer ist. Als Energiestadt Region Obertoggenburg sehen die Gemeinden hier Potenzial, eine saubere Art der Mobilität zu unterstützen und den Zielen der Energieautarkie sowie der 2000-Watt-Gesellschaft einen Schritt näher zu kommen.

Bei kurzen Strecken ist das Velo und im hügeligen Toggenburg das E-Bike ein ideales Verkehrsmittel. Um die Bevölkerung zu motivieren, Arbeitswege unter 10 Kilometer vermehrt auf dem Sattel zurückzulegen, lancieren die drei Obertoggenburger Gemeinden eine E-Bike Aktion.

Der Umstieg aufs E-Bike lohnt sich

Aus dem gemeinsamen Energiefonds der Energiestadt Region Obertoggenburg fördern die Gemeinden den Kauf von 100 neuen E-Bikes mit je 300 Franken. Zudem engagieren sich die beiden Velogeschäfte in der Region, die Velo-Metzg in Unterwasser und Zweirad Eugster in Nesslau, für die Aktion. Sie gewähren für je 50 E-Bikes einen zusätzlichen Rabatt von 200 Franken. Dank dieser Zusammenarbeit stehen 100 elektrische Fahrräder mit einer Preisreduktion von je 500 Franken zur Verfügung. Um auch der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, werden neue E-Bikes ab einem Kaufpreis von 3000 Franken unterstützt.

Gesund und sauber

Der Betrag bietet einen echten Anreiz umzusatteln und sich ein E-Bike anzuschaffen – zum Vorteil des Portemonnaies, der eigenen Gesundheit und der Umwelt. Mit dem E-Bike – geladen mit Strom aus erneuerbarer Energie – lassen sich der CO2-Ausstoss sowie die Lärm- und Schadstoffbelastung durch den Verkehr massiv reduzieren.

Die Aktion dauert vom 1. März bis 30. April 2020 oder bis zur Ausschöpfung der Fördermittel. Davon profitieren können Einwohnerinnen und Einwohner sowie Zweitwohnungsbesitzerinnen und -besitzer der Gemeinden Ebnat-Kappel, Nesslau sowie Wildhaus-Alt St. Johann.

Die Förderbedingungen finden Sie hier.

Zwei Arbeiter zeigen die Grauwasseraufbereitungsanlage am Eventhaus

Ein libanesische Jungunternehmen entwickelte mit dem Handwerker-Kollektiv «Wirkstadt» eine innovative Lösung zur Grauwasseraufbereitung für das Eventhaus. Die Anlage reduziert nicht nur den Trinkwasserverbrauch, sondern kann auch von den Nutzenden selbst gewartet werden.

Das Eventhaus gastierte 2019 als Projekt zum 10-jährigen Bestehens des Fördervereins jeweils einen Monat lang in einer der 12 Toggenburger Gemeinden und hat der Bevölkerung die 2000-Watt-Gesellschaft nähergebracht. Nach dieser Reise durchs Thur- und Neckertal ist das Eventhaus ans Handwerker-Kollektiv «Wirkstadt» zur eigenen Benützung übergegangen, welches dieses in enger Zusammenarbeit mit dem Büro Fent Solare Architektur und energietal toggenburg gebaut hatte.

Unterstützung von Start-up

Beim kleinen Holzhaus handelt es sich um ein mobiles, mit Solarenergie versorgtes Gebäude, welches das Leben in einer 2000-Watt-Gesellschaft umsetzt. Es verbindet die umweltverträgliche Wohntechnologie mit dem Ansatz «reduzieren, wiederverwenden, recyceln (Reduce, Reuse, Recycle)» und entspricht als zweites mobiles Haus in der Schweiz dem Minergie-P-Standard. Bei der Umsetzung von zwei nötigen Aspekten wurden weitere Fachleute benötigt: beim Umgang mit dem Grauwasser und der geplanten Fassadenbegrünung. Patrizia Egloff, Präsidentin von energietal toggenburg, suchte Unterstützung beim gemeinnützigen Verein Cewas aus Willisau, der auf die Verbesserung der Geschäftspraktiken in der Wasserver- und Abwasserentsorgung spezialisiert ist und kleinen Unternehmen hilft, in diesem Markt Fuss zu fassen. Johannes Heeb von Cewas hatte das Projekt international ausgeschrieben. Als Gewinner ging das libanesische Jungunternemen Innovating Green Technology (IGT) hervor. Nach Vorbereitungen im Libanon machten sich die Geschäftspartner Haytham Dbouk und Ahmed Shalaby auf den Weg nach Lichtensteig, zu ihrem ersten internationalen Projekt.

Dort entwickelten und installierten sie unterstützt vom Handwerkerkollektiv Wirkstadt im Eventhaus auf der Flöözliwiese eine Grauwasser-Reinigungsanlage. Dabei stellte sich eine weitere Herausforderung. Neben der Aufbereitung des gebrauchten Wassers sollte auch Regenwasser für den vertikalen Garten an der Eventhaus Fassade gesammelt werden. Die Abwasserexperten hatten somit zwei getrennte Systeme zur Wasseraufbereitung zu bauen, die kostengünstig und einfach zu betreiben sind. Denn das Ziel war klar: Die Nutzer müssen die Anlage sowohl technisch als auch finanziell selbst unterhalten können. Nach 15 Tagen intensiver Arbeit haben die Wirkstadt und IGT diese Voraussetzung erreicht.

Abwasserexperten aus dem Libanon

Das Start-up aus dem Nahen Osten hat sich bereits als «Innovating Green Technology» in diversen Projekten zur Förderung nachhaltiger Technologien einen Namen gemacht und das in Zusammenarbeit mit grossen Partnern aus der Entwicklungshilfe wie der Eidgenössischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, DEZA und UNICEF. Nun waren der 25-jährige libanesische Jungunternehmer Haytham Dbouk und sein Geschäftspartner Ahmed Shalaby erstmals für ein internationales Projekt in der Schweiz. Angestossen hat die Initiative energietal toggenburg in Zusammenarbeit mit der NGO «cewas middle east» und der DEZA, die innovative Wasserprojekte im Nahen Osten fördern.

Haytham Dbouk, der 2019 den «Massachusetts Institute of Technology MIT Innovators Under 35» Preis gewonnen hat und sein Teamkollege nutzten ihre Zeit in der Schweiz auch dafür, sich an Treffen mit den Wasserexperten der Eawag und der ZHAW auszutauschen und um potenzielle zukünftige Projekte anzudenken.

Elektroauto auf Parkplatz mit Dorf im Hintergrund

Die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann führt im August eine besondere Aktion durch. Am Schalter der Gemeindeverwaltung in Alt St. Johann kann man sich jeweils am Mittwoch (ab dem 8. August) spontan für eine Probefahrt des Sponti-Car Elektroautos anmelden. Mit einer bis zu 30 Minuten langen Probefahrt kann die Elektromobilität ganz unkompliziert getestet werden. Getreu dem Motto «nutzen statt besitzen» können erste Erfahrungen mit dem Car-Sharing und der Elektromobilität gesammelt werden.

Sponti-Car in der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann

Seit Juli 2018 steht den Einwohnern, Gästen sowie der Verwaltung ein Elektroauto zur Verfügung. Das geräuscharme Elektroauto kann nach erfolgreicher Registration auf www.sponti-car.ch ganz unkompliziert mittels App gebucht werden. Alternativ zum App kann man sich auch eine kostenlose Zusatzkarte per Post zuschicken lassen.

Win-win-Situation

Beim Elektrofahrzeug handelt es sich um das Modell Renault ZOE mit einer Reichweite von mehr als 300 km. Betankt mit Strom aus erneuerbaren Energien trägt das Elektromobil dazu bei, dass der CO2 Ausstoss pro Einwohner sowie die Lärmemissionen sinken. Gleichzeitig können sich Bürger und Gäste mit der Elektromobilität anfreunden und diese ausgiebig testen. Ein Gewinn für die Gemeinde, die Einwohner und die Umwelt!

Geschirrspüler mit Geschirr

Die Aktion energieeffiziente Geräte ist nun frühzeitig beendet. Es konnten 100 neue Geschirrspüler und Waschmaschinen in den Gemeinden Ebnat-Kappel, Nesslau und Wildhaus Alt St. Johann gefördert werden. Es werden keine neuen Gesuche mehr angenommen.

Erfreulicherweise wurden ein Grossteil der Geräte im Toggenburg gekauft. Wir hoffen, dass Sie ebenfalls von der Aktion profitieren konnten und wünschen Ihnen für die Zukunft erfolgreiche Geschäfte. Wir sind zudem froh um ein kleines Feedback, ob sie die Aktion der Energiestadt Region Obertoggenburg gut fanden und ob der Wunsch hier wäre, das die Region wieder einmal etwas Ähnliches macht.