
«So bauen, dass man sich nicht alles verbaut»
Im Rahmen des Projekts «Kreislaufwirtschaft im ländlichen Raum» luden die Architektin Monika Mutti-Schaltegger, Susanne Kytzia, Professorin für Nachhaltigkeit im Bauwesen an der OST Ostschweizer Fachhochschule, und energietal toggenburg zu einer Hausbesichtigung nach Mosnang ein. Monika Mutti-Schaltegger baute im Jahr 2004 das Wohn- und Geschäftshaus für sich und ihren Sohn. Es habe damals ihren Bedürfnissen entsprochen, sagte sie vor den rund 20 Anwesenden. Es sei für sie aber schon damals klar gewesen: Irgendwann werde sie dieses Haus nicht mehr ihr Zuhause sein.
Entsprechend hat sie sich schon bei der Planung und dem Bau Gedanken gemacht, wie die Räume anders aufgeteilt und genutzt werden konnten. Und in der Tat: Das ehemalige Architekturbüro ist nun eine Wohnung und auch die Töpferei wird nun umgenutzt. «Man sollte so bauen, dass man sich nicht alles verbaut», erklärte die Architektin. Sie habe diese Erfahrung beibehalten und weise ihre Kundinnen und Kunden jeweils darauf hin, dass sich ihre Bedürfnisse mit der Zeit ändern können.
Auch wenn aus heutiger Sicht beim Gebäude einiges zum Begriff «Kreislaufwirtschaft» passt, damals war das noch kein Thema. Einzig die Misapor-Schüttung, die als Dämmung eingesetzt ist, bestehe aus rezykliertem Altglas, erklärte Monika Mutti-Schaltegger. Es wäre aber möglich, das verbaute Material weiter zu verwenden, sagte sie weiter. Doch das ist momentan kein Thema, denn durch den Einzug einer Familie geht die Geschichte dieses Hauses weiter.


