Fluss in steinigem Bachbett im Wald
Fluss in steinigem Bachbett im Wald

Die Gemeinde Neckertal zieht eine sehr positive Bilanz zum Energieförderprogramm. Insgesamt konnte sie in den gut zwei Jahren Laufzeit 64 Fördergesuche für Massnahmen der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien zusichern. Die Umsetzung dieser Bauvorhaben hat eine Reduktion der CO2-Emmissionen von 631 Tonnen zur Folge.

Die Gemeinde Neckertal hat im April 2019 ihr kommunales Energieförderprogramm gestartet. Sie verfolgte dabei das Ziel auch auf kommunaler Ebene einen Beitrag an die CO2-Reduktion im Gebäudebereich zu leisten und die vermehrte Ausnutzung des regionalen Energiepotenzials bei der Wärmeerzeugung zu unterstützen. Damit möglichst viele Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer in den Genuss von Fördergeldern kommen, definierte die Gemeinde ihre Förderbereiche in Ergänzung zum kantonalen Förderprogramm. Neckertal unterstützte den Einsatz von Solarstrombatterien und Solarstrom-Anlagen, den Ersatz von Öl-, Gas- und Elektroheizungen durch Holzfeuerungen oder den Anschluss an Fernwärmenetze sowie den Fensterersatz.

Aufträge für das regionale Gewerbe

Das Energieförderprogramm ist in diesen gut zwei Jahren auf ein sehr gutes Echo gestossen. Total konnte die Gemeinde für 64 Gesuche Fördergelder sprechen. Dabei stehen die Solarstrom-Anlagen mit 28 Gesuchen an der Spitze, gefolgt vom Fensterersatz (15), Solarstrombatterien (14) und dem Heizungsersatz durch Anschlüsse an Fernwärmenetze (6) und Holzfeuerungen (1). Gemäss Berechnungen von Bund und Kanton hat jeder Förderfranken zusätzlich sieben Franken Investitionen zur Folge. Mit den eingesetzten Fördermitteln von rund 162’000 Franken löste die Gemeinde gut 1,13 Mio. Franken Investitionen aus, von welchen vor allem das regionale Gewerbe in Form von Aufträgen profitieren konnte.

Beitrag zur CO2-Reduktion

Die grosse Nachfrage nach Unterstützungsgeldern lässt den Schluss zu, dass die Förderung für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer ein Anreiz ist, Projekte schneller umzusetzen. Damit haben sie mit ihren Bauvorhaben zur Wertschöpfung in der Region beigetragen und einen konkreten Beitrag an die energie- und klimapolitischen Ziele der Schweiz geleistet. Die Reduktion der CO2-Emmissionen für alle umgesetzten Massnahmen beläuft sich auf 631 Tonnen.

Die Fördergelder sind ausgeschöpft, so dass die Gemeinde das Förderprogramm für den Moment einstellt. Nach der Fusion der Gemeinden Hemberg, Neckertal und Oberhelfenschwil zur neuen Einheitsgemeinde Neckertal mit Start auf 2023 wird die allfällige Neulancierung eines kommunales Förderprogramm wieder diskutiert.