Noch immer sind zwei von drei Bauten in der Schweiz mit Öl oder Erdgas beheizt und tragen zum hohen CO2-Ausstoss des Gebäudeparks bei. Um die Energie- und Klimaziele zu erreichen, muss ein Umstieg bei den Heizungen erfolgen. Dazu will das Programm «erneuerbar heizen» einen Beitrag leisten.

Ist eine Heizung um die 15 Jahre alt, wird es Zeit, sich mit dem Ersatz zu beschäftigen – eine Entscheidung, die den CO2-Ausstoss des Gebäudes die nächsten 20 Jahre beeinflusst. Hier setzt das Programm «erneuerbar heizen» von EnergieSchweiz mit Informationskampagne und Impulsberatung an. Es hat zum Ziel, Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Heizungswechsel zu unterstützen und sie rechtzeitig über geeignete Alternativen zu fossilen Energieträgern zu informieren.

Individuelle Lösungen

Für die im Toggenburg kostenlose Impulsberatung sind ausgebildete Fachleute zuständig. Sie führen vor Ort eine grobe Zustandsanalyse der Heizungsanlage und der Gebäudehülle durch und zeigen Optionen für ein neues Heizsystem auf. Ihre konkrete Empfehlung ist ein zum Gebäude passendes System, welches bauliche Gegebenheiten und Bedürfnisse der Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer berücksichtigt.

Als zeitgemässe, wirtschaftliche Lösungen stehen Wärmepumpen, Sonnenkollektoren, Holzfeuerungen und Anschlüsse an Wärmenetze im Vordergrund. Denn werden beim Heizungsersatz nebst den Investitionskosten auch die Betriebskosten berücksichtigt, so sind erneuerbare Systeme, über die ganze Lebensdauer gerechnet, kostengünstiger als Feuerungen mit fossilen Brennstoffen.

Förderung

Zudem unterstützen verschiedene Toggenburger Gemeinden den Ersatz von Öl-, Gas- und Elektroheizungen durch Systeme mit erneuerbaren Energien mit einem Förderbeitrag: die Energiestadt Region Obertoggenburg mit den Gemeinden Ebnat-Kappel, Nesslau und Wildhaus-Alt St. Johann sowie Neckertal und Oberhelfenschwil.

Ebenso bietet der Kanton St. Gallen Fördergelder bei der Heizungserneuerung. Am 16. März 2020 hat er die Kampagne für den beschleunigten Ersatz fossiler Heizungen startet. Mit zusätzlichen Fördergeldern will die Regierung die Nutzung erneuerbarer Heizsysteme wie zum Beispiel Wärmepumpen vorantreiben. Dazu hat der Kantonsrat im vergangenen Jahr einen Kredit von 10 Millionen Franken bis 2023 beschlossen. Mit den zusätzlichen Beiträgen des Bundes von voraussichtlich 20 Millionen Franken ist für die Kampagne (2020 bis 2023) von 30 Millionen Franken auszugehen.

Weitere Informationen

Informationen zur Förderung: energieagentur-sg.ch

Anmeldung und weitere Informationen: Impulsberatung «erneuerbar heizen»