Zimmermann-Lernende zeigen am Spatenstich des Werkraums Holz&Energie ihr Handwerk

Mit dem Spatenstich haben Ende März die Bauarbeiten für den Werkraum Holz & Energie an der Austrasse in Wattwil gestartet. Im Zentrum des Projekts steht das überbetriebliche Kurszentrum für Zimmerleute sowie Holzbearbeiterinnen und -bearbeitern des Kantonalverbands St.Gallen von Holzbau Schweiz. Zudem erhalten mit dem Werkraum das neue Forum für Innovation und Nachhaltigkeit, das energietal toggenburg, die Mediathek und das Lernzentrum der PHS St.Gallen, die Oberstufenwerkstätte der Schulgemeinde Wattwil-Krinau sowie weitere Organisationen aus der Energie- und Holzwirtschaft einen zentralen Standort. Dies schreiben die Bauherrschaft und die Gemeinde Wattwil in einer Medienmitteilung.

Das Forum für Innovation und Nachhaltigkeit, das innerhalb des neuen Gebäudes entsteht, soll ein Ort der Inspiration, des Austauschs und der Begegnung rund um die Themen Energie, Holzbau, Holzwirtschaft und Lebensräume werden.

Das Projekt umfasst einen Kopf- und einen Langbau. Es entsteht im Baurecht auf einem Grundstück der Politischen Gemeinde Wattwil in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Es wird laut Mitteilung mit Realisierungskosten von rund 15 Millionen Franken gerechnet, die Genossenschaft hat davon 7,4 Millionen zu tragen. Dafür bringt sie Eigenmittel in der Höhe von 2,9 Millionen ein und zusätzlich werden Fremdmittel von 4,5 Millionen Franken aufgenommen. Das Kurszentrum kann voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2027 bezogen werden. Das Hauptgebäude soll 2028 bezugsbereit sein.

Das Zuekunftspäckli von energietal toggenburg

In diesen Tagen erhalten die Mitglieder des Fördervereins energietal toggenburg den Jahresbericht 2025. In diesem berichtet die Geschäftsstelle über die Aktivitäten, die sie im vergangenen Jahr in den Bereichen Beratung, Bildung, Projekte und Kommunikation gemacht hat. Ebenfalls ist ein Rückblick auf zahlreiche Veranstaltungen enthalten, an welchen energietal toggenburg zusammen mit der Bevölkerung für die Vision eines energieautarken Toggenburgs gearbeitet hat.

Abgerundet wird der Jahresbericht mit Zahlen und Fakten aus dem Förderverein. Dieses bilden die Grundlage für die Entscheide, die an der Hauptversammlung am Montag, 27. April 2026, in Wattwil getroffen werden. Hier können Sie den Jahresbericht online anschauen und herunterladen.

Rathaus von Lichtensteig mit Blick in Richtung Obertor

Die Realisierung des Wärmeverbund Lichtensteig rückt näher. Die Vorabklärungen und Planungsarbeiten laufen im Hintergrund weiter. Nun sind die Lichtensteigerinnen und Lichtensteiger am Zug, um konkrete Anschlüsse anzumelden.

Der Wärmeverbund Lichtensteig nimmt konkrete Formen an: Ein tragfähiges Projekt liegt vor und schafft ab 2027 eine nachhaltige Alternative zu fossilem Erdgas und Erdöl. Ab einer neuen Energiezentrale am Standort «Brüch» soll primär lokales Waldrestholz zur Wärmeerzeugung genutzt werden. Mittels erdverlegten Fernwärmerohren wird die Wärme zu den interessierten Liegenschaften geführt. Dank des Zusammenschlusses im Verbund, entfallt der Bedarf für individuelle Heizungen. Stattdessen soll die Wärmeversorgung neu ganzjährig ab dem Wärmeverbund erfolgen. Platzsparend, leise, wirtschaftlich und nachhaltig.

Im vergangenen Jahr wurde das Interesse an Anschlüssen abgeklärt. Über 50 Liegenschaften könnten angeschlossen werden, was sehr hilfreich für die weiterführende Planung war. Diese Bekundungen haben einen wichtigen Beitrag für die Festlegung des Tarifblatts für den Wärmebezug und die Anschlussgebühren beim neuen Wärmeverbund geliefert.

Basierend auf den gelieferten Angaben des Anschlussgesuches werden in den nächsten Wochen nun konkrete Richtpreisofferten für die einzelnen Liegenschaften erstellt. Welche Gebiete alle mit Fernwärme erschlossen werden, ist noch nicht abschliessend bestimmt. Dies hängt direkt auch vom konkreten Interesse der Wärmebezüger ab.

Wärmeverbund soll langfristig wirtschaftlich sein

Im Rahmen umfangreicher Vorabklärungen wurden in enger Zusammenarbeit mit der politischen und der Ortsgemeinde ein faires und transparentes Tarifblatt festgelegt. Dieses soll einen langfristig wirtschaftlichen Wärmeverbund in Lichtensteig ermöglichen und eine attraktive Alternative zur fossilen Beheizung der Liegenschaften in Lichtensteig bieten.

Die aktuell wieder hochbrisante globale Lage verdeutlicht einmal mehr, dass Heizöl und Erdgas für die individuelle Wärmeerzeugung Auslaufmodelle sind. Hohe Preisfluktuationen und Sorgen über die Versorgungssicherheit entfallen mit einem Anschluss an einen Wärmeverbund. Statt importierte fossile Energie kann Lichtensteig nun die Wärmeversorgung auf lokale Energiequellen umstellen. Das Geld bleibt in der lokalen Wertschöpfungskette.

Baustart von Energiezentrale und Netz in diesem Jahr

Aktuell läuft die Planung für das Baugesuch der Energiezentrale, sowie die Klärung der finalen Finanzierung des Wärmeverbundes. Für den Baustart des Wärmeverbund Lichtensteig im Winter 2026/2027 müssen bis November 2026 folgende Punkte erfüllt werden:

  • Erteilung der Baubewilligung für Energiezentrale und Leitungsnetz
  • Ausreichend unterzeichnete, konkrete Wärmelieferverträge

Ein Start der Wärmelieferung für die ersten Liegenschaften auf Herbst 2027 ist damit weiterhin realistisch.

Apéro vor dem Blockhaus des Baumwipfelpfads in Mogelsberg

Die Genossenschaft Baumwipfelpfad, die SAK und energietal toggenburg führten am Dienstag, 24. März, einen Energieapéro im Blockhaus des Baumwipfelpfads durch. Das Thema hat die Menschen bewegt, über 100 Personen sind der Einladung gefolgt. Sie liessen sich über zwei aktuelle Themen informieren und pflegten den Austausch bei einem Apéro.

Patrizia Egloff, Präsidentin des Fördervereins energietal toggenburg, stellte den Anwesenden Möglichkeiten für eine energetische Sanierung ihres Eigenheims vor. Sie wie dabei auf das Gebäudemodernisierungskonzept hin, mit welchem aufgezeigt wird, welche Gebäudeteile saniert werden sollten und wie eine Etappierung aussehen könnte. Ergänzend dazu gibt es diverse Beratungsangebote bei energietal toggenburg, die ebenfalls vorgestellt wurden.

Patrizia Egloff referiert im Blockhaus des Baumwipfelpfads Mogelsberg über Gebäudemodernisierungen.

Andreas Sila von der SAK stellte den Anwesenden die lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) vor. Eine solche bietet die Möglichkeit, lokal produzierter Solarstrom innerhalb einer politischen Gemeinde zu nutzen. Mit der PV-Anlage auf der Parkgarage in Mogelsberg, die genügend gross dimensioniert ist für die Versorgung von 70 durchschnittlichen Haushalten, könnte eine solche LEG gegründet werden. Bereits am Abend zeigten sich die ersten Interessierten, die bei dieser LEG mitmachen möchten.

Titelbild des Energiekongress 2026

Die Energiewende ist eine der zentralen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Der Energiekongress 2026 am Mittwoch, 13. Mai, in der Olma-Messe in St. Gallen rückt unter dem Titel «Die Kraft der Begeisterung» eine entscheidende Frage ins Zentrum: Wie gelingt die Transformation unseres Energiesystems – technisch, politisch und gesellschaftlich?

Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis zeigen auf, warum Begeisterung ein zentraler Treiber für Veränderung ist und wie sie Innovation, Umsetzungskraft und Akzeptanz in der Energiewende stärkt. Die Keynotes präsentieren Prof. Dr. Wolfgang Jenewein unter dem Titel «Sustainable Mindset – deine Haltung ist entscheidend» und Dr. Tim Meyer mit dem Thema «Willkommen in der 4. Energierevolution: Warum Energie viel schneller sauber wird, als viele denken».

Auf der Bühne begrüsst die Organisatorin, die Energieagentur St. Gallen, weitere Gäste wie Martin Schwab, CEO CKW und Präsident Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen, Nationalrätin Gabriela Suter, Ständerat Thierry Burkart, Jeanine Glarner, Geschäftsführerin Dachverband Schweizer Verteilnetzbetreiber, Daniel Fischlin, CEO Kraftwerke Oberhasli und Martina Müggler, Leiterin Mobilitätslösungen Schweizerische Post. Darüber hinaus wird starten mit einem Talk in den Kongresstag zum 20-jährigen Jubiläum des Energiekonzepts 2050 der Stadt St.Gallen gestartet. In den acht Breakout-Sessions am Vormittag werden in kleineren Gruppen relevante Themen aus der Praxis diskutiert.

Hier geht es zum vollständigen Programm und zur Anmeldung: energiekongress.ch

Kinder und Erwachsene imfpen am Pilzzuchtkurs Baumstämme mit Pilzsporen.

Das Interesse am Pilzkurs von energietal toggenburg und des Pilzvereins Toggenburg war gross. 35 Personen haben sich am Samstagvormittag im ÜK-Zentrum von Holzbau Schweiz Sektion Toggenburg an der Austrasse in Wattwil eingefunden, um einerseits etwas über Pilze zu lernen und andererseits selbst Hand anzulegen für eine Pilzzucht.

Patrizia Egloff, Präsidentin des Fördervereins energietal toggenburg, vermittelte in der Einleitung viel Wissenswertes über die Welt der Pilze, die wie Tiere und Pflanzen zu den Reichen der Lebewesen gelten. Sie zeigte in der Theorie auf, wie der Anbau von Pilzen im eigenen Garten funktioniert und wie sie später geerntet, aufbewahrt und verarbeitet werden.

Danach waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefordert. Sie bohrten Löcher in die bereitgestellten Buchenstämmen und impften diese mit Sporen von Austernseitligen und Nameko, den japanischen Stockschwämmchen. Die Stämme wurden luftdicht eingepackt, damit sich das Sporengeflecht entwickeln kann. Im Herbst werden die Stämme im Garten eingegraben, so dass es daraus Pilze geben kann. Um die Wartezeit zu verkürzen, füllten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geimpftes Material in Flaschen, aus denen sich dann Austernseitlinge entwickeln.

Abgeschlossen wurde der lehrreiche Vormittag mit einem gemeinsamen Risotto-Essen.

Wir danken der Holzbau Schweiz Sektion Toggenburg für die Räume, die Werkzeuge und die Gastroinfrastruktur im ÜK-Zentrum in Wattwil Ein herzlicher Dank geht ebenfalls an die Ortsgemeinde Lichtensteig und die Regionalförster Wattwil-Lichtensteig, die uns die Buchenstämme zur Verfügung gestellt und geliefert haben.

Erhobene Stimmkarten an der Hauptversammlung

Die jährliche Hauptversammlung des Fördervereins energietal toggenburg findet am Montag, 27. April 2026, im Eventraum von Bicher + Partner in Wattwil statt. Wie gewohnt beginnt die Versammlung um 19:15 Uhr, ab 20:00 Uhr werden die Türen für die Öffentlichkeit geöffnet, damit die Interessierten den Referaten beiwohnen können. Die Inhalte der Referate werden in Kürze bekannt gegeben.

Bitte reservieren Sie sich schon heute das Datum.

Strommessgerät, Taschenrechner und Bargeld als Symbolbild für Einsparungen beim Stromverbrauch

Seit dem Jahr 2019 hat Energie Schweiz mit dem Programm MakeHeatSimple für die Installation von Heizungsfernsteuerungen in Zwetwohnungen geworben. Auch bei energietal toggenburg war das immer wieder ein Thema. Nun endet das Programm in seiner bisherigen Form – und Energie Schweiz zieht ein positives Fazit.

MakeHeatSimple hatte das Ziel, Besitzerinnen und Besitzer von Ferienhäusern und Zweitwohnungen zur Installation einer Heizungsfernsteuerung zu motivieren. Mit einem solchen System lassen sich ohne Komfortverlust Energie und Geld sparen. Diese Kernbotschaft wurde landesweit über die unterschiedlichsten Kanäle und Formate verbreitet. Auch Partnerorganisationen wie energietal toggenburg halfen mit, die Botschaft zu verbreiten. Im Kampagnenzeitraum wurden über 90 000 Heizungen mit einer Fernsteuerung ausgestattet, schreibt Energie Schweiz im neuen Newsletter. Das könne zu einer Energieeinsparung von bis zu 280 GWh pro Jahr führen. Dieser Erfolg sei im Wesentlichen den zahlreichen engagierten Partner des Programms zu verdanken.

Die Einstellung des Programms unter dem Namen MakeHeatSimple bedeutet jedoch nicht, dass EnergieSchweiz seine Anstrengungen im Bereich der Energieeinsparungen in Zweitwohnungen einstellt. Weitere Informationen sind bei Energie Schweiz zu bekommen.

Limonenseitlinge an einem Baumstrunk

Wollten Sie schon immer einmal eigene Baumpilze züchten? energietal toggenburg führt in Zusammenarbeit mit Holzbau Schweiz Sektion Toggenburg, der Ortsgemeinde Lichtensteig und dem Pilzverein Toggenburg einen Pilzzuchtkurs durch. Der Tag beginnt mit einer allgemeinen Einführung in die Welt der Speisepilze. Danach ist «Do-it-Yourself» angesagt. An einem Arbeitsposten impfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Baumstamm. Dieser wird anschliessend luftdicht verpackt und später in den Garten eingesetzt. Nach einer Wartezeit von rund einem Jahr sollten Baumpilze wie Austernseitlinge zu ernten sein. Um die Wartezeit zu überbrücken, stellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem zweiten Arbeitsposten Flaschenpilze her. Abgeschlossen wird der Pilzzuchtkurs mit einem gemeinsamen Risotto-Essen.

Der Kurs findet am Samstag, 7. März, im ÜK Zentrum von Holzbau Schweiz an der Austrasse 9 in Wattwil statt. Die Kosten betragen Fr. 30.- (Kinder in Begleitung von Erwachsenen bezahlen Fr. 10.-). Die Teilnehmerzahl ist auf 25 limitiert, die Anmeldungen werden nach Eingang berücksichtigt. Bitte melden Sie sich hier an.

Weihnachtsdekoration mit Tannenzapfen und Kerzen

Die Geschäftsstelle von energietal toggenburg an der Bahnhofstrasse 1 in Wattwil bleibt über die Festtage geschlossen. Die Ferien dauern vom 20. Dezember 2025 bis zum 4. Januar 2026. energietal toggenburg bedankt sich herzlich bei der Bevölkerung der zehn Toggenburger Gemeinden, bei den Behörden sowie bei allen Partnern, Gönnern und Sponsoren für die grosse Unterstützung während des gesamten Jahres. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wünschen Ihnen frohe Festtage!